Hautkrebsfrüherkennung
Die Haut ist eines der wichtigsten Organe an unserem Körper. Sie schützt uns jeden Tag vor äußeren Einflüssen und behält dabei ihre Elastizität, wie auch ihre Schutzfunktion. Damit ist sie sämtlichen Gefahren und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Mit einer dieser Umweltfaktoren ist die Sonne und ihre eintreffende UV – Strahlung auf unseren Körper. Sie ist einer der Hauptfaktoren für Hautkrebs, womit das Hautkrebsrisiko bei zunehmendem Alter steigt. Hierbei kann man zwischen dem sehr gefährlichen schwarzen Hautkrebs und anderen Formen von Hautkrebs unterscheiden, z.B.: Basaliome und Stachelzellkarzinome, die erst im späteren Lebensalter auftreten.
Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Erkennung und Behandlung für jeden zu raten. Dabei bleibt so eine Behandlung fast immer heilbar. In den meisten Fällen kann ambulant (vor Ort, mit kurzer Aufenthaltsdauer) operiert werden.
Entstehung von Hautkrebs
Eine besondere Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs ist vor allem die UV – Belastung von der Sonne. Sie kann an den Hautzellen zu Schädigungen des Erbgutes führen und somit eine Krebsentstehung fördern. Ist die Haut übermäßiger UV – Strahlung ausgesetzt, kann dies das Immunsystem schwächen und die körpereigene „Tumorüberwachung“ beeinträchtigen.
Hinzu kommen schädliche Chemikalien, schwindende Ozonschicht und der Lebensstil schränken die Fähigkeit der Haut, mit diesen Einflüssen umzugehen, erheblich ein.
Arten von Hautkrebs
Es gibt unterschiedliche Arten von Hautveränderungen und somit von Hautkrebs. Das Maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist eines dieser Hautveränderungen, der sehr früh Metastasen (Verschleppung, Ausbreitungen im Körper) bilden kann.
Neben dem schwarzen Hautkrebs gibt es auch mehrere Formen des hellen Hautkrebses. Das sogenannte Basaliom ist die häufigste Form des hellen Hautkrebses. Dazu gehört das Spinaliom, wessen Vorstufen als aktinische Keratosen bekannt sind.
Aktinische Keratosen sind die Frühform des hellen Hautkrebses. Sie ist mittlerweile eine anerkannte Berufserkrankung von der u.a. Personen betroffen sind, die unter hoher UV – Belastung stehen.
Therapiemöglichkeiten
Bei Verdacht auf ein verändertes Muttermal oder auf schwarzen Hautkrebs steht die Exzision (Entfernung von Gewebe) an erster Stelle. Nur so kann man feststellen, dass die Zellen nicht mehr weiterwachsen können und man früh eine Metastasierung verhindert.
Die operative Entfernung eines auffälligen Nävuszellnävus ist in der Regel problemlos. Das entfernte Material wird im Labor feingeweblich untersucht. Der dermatohistologische Befund zeigt ob der Nävus noch gutartig ist oder ob er nochmals nachgeschnitten werden muss.
Aufgrund des vorliegenden Befundes (z.B. dysplastischer Nävus) sollte eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge durchgeführt werden. Der Abstand der Untersuchung hängt vom Befund ab.
Bei Verdacht eines hellen Hautkrebses haben wir eine Therapie mit Rotlicht zur Verfügung. Die sogenannte photodynamische Therapie. Auch eine Lasertherapie wird hier sehr erfolgreich eingesetzt. Eine Kombination beider Verfahren je nach dermatologischen Befund wird seit Jahren erfolgreich zu Behandlung von hellen Hautkrebs eingesetzt.
Prävention
Zu einer Vorbeugung von Hautkrebs hilft das Auftragen eines Sonnenschutzes mit dem höchsten Sonnenschutzfaktor (SPF).
Ein Lichtschutz ist für die Bekämpfung von Hautkrebs und die Vorbeugung vorzeitiger Hautalterung essentiell. Chronische Sonnenexpostion führt zu photooxidativen Schäden an der DNA der Hautzellen sowie zu strukturellen Veränderung der Haut.
Prävention durch SkinScreen – Prevention
Kosten der Behandlung
Wir empfehlen eine Hautkrebsvorsorge mit einer computerunterstützten Mole-Analyzer durchführen zu lassen:
Die privaten Krankenkassen zahlen diese Untersuchung.
Die gesetzlichen Krankenkassen lehnen diese technische Untersuchung in der Regel ab und erstatten somit auch nicht die Kosten.
Nachsorge
Eine Hautkrebsvorsorge sollte regelmäßig durchgeführt werden. Eine jährliche Untersuchung wird empfohlen. Doch zeigt der Befund auffällige Nävuszellnävi bestimmt der Hautarzt der Abstände der Kontrolluntersuchungen, damit er den Verlauf der Änderungen eines Nävuszellnävus bestimmen kann. Nur so kann frühzeitig eine Entstehung von Hautkrebs verhindert werden.
Wir in unserem DermaCenter legen großen Wert auf Prävention, wir wollen zukünftig onkologische Hauttherapeuten (nichtärztliches medizinisches Fachpersonal) ausbilden, die insbesondere auf Sonnenschutzmaßnahmen und professionelles Pflegemanagement den Patienten beraten können.
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