Augenringe, Tränensäcke, geschwollene Augenlider

Augenringe und Tränensäcke sind ein häufiges, lästiges und störendes Hautproblem. Genauso vielfältig wie die Ursachen sind die Möglichkeiten der Therapie.

 

Was versteht man unter Augenringe?

 

Im Volksmund versteht man unter Augenringe dunkle, manchmal eingefallene, braue, graue oder bläuliche Verfärbungen um die Augen. Medizinisch kann man Augenringe als „Akzentuierung der gesamten nasojugalen Falte und des Nasen- Wangenübergangsbereichs“ definieren. Am häufigsten sind Augenringe der Unterlider. Augenringe können seltener auch gleichzeitig mit Tränensäcken und Augenschwellungen auftreten. Wir kennen mehrere Formen von Augenringen:

  1. Augenringe als Folge der Hautalterung, des Erschlaffens der Augenlider
  2. Augenringe durch Abnahme von Fettgewebe in den Augenlidern, Verminderung von Gesichtsfett und des Hervortretens der Gesichtsknochen
  3. Erblich oder ethnisch bedingte Augenringe: Augenringe treten in manchen Familien und einigen Volksgruppen gehäuft auf
  4. Augenringe durch innere Störungen: Vitamin-, Melanin-, Hämosiderinmangel
  5. Augenringe durch falsche Lebensweise: zu wenig Schlaf, zu viel Alkohol, Kummer und Leid, falsche Ernährung
  6. Augenringe durch übermäßige Pigmentbildung: kann Folge der Hautalterung, von Entzündungen, zu viel Sonne oder Solarium sein
  7. Geschwollene Augenringe können aus verschiedenen Gründen entstehen: durch Lymphstau in oder unter der Haut, durch überschüssiges Fettgewebe um das Auge, Erschlaffen des sogenannte Septum orbitale (Wichtiges Bindegewebsband am Auge), oder durch eine Hypertrophie (Anschwellung des Ringmuskels des Auges

Sehr oft ist eine Kombination von mehreren der genannten Gründe die Ursache der Augenringe; die Behandlung muss daher oft entsprechend differenziert erfolgen.

 

Welche Ursachen können Augenringe haben?

Folgende Ursachen kommen in Betracht:

  1. Hautalterung
  2. Abnahme von Fettgewebe
  3. Genetische Veranlagung
  4. Internistische Erkrankungen und Symptome
  5. Ernährung
  6. Licht – und umweltbedingte Hautschäden
  7. Stoffwechselstörungen

Was versteht man unter Tränensäcke?

 

Tränensäcke sind mehr oder weniger ausgeprägte Schwellungen der Unterlider. Oft handelt es sich dabei um Veränderungen des Fettgewebes in den Unterlidern. Tränensäcke können aber auch oft durch Lymphstau, Hauterschlaffung, Hautvermehrung, seltener durch Hautkrankheiten oder innere Krankheiten entstehen. Nicht selten gehen Tränensäcken mit Erschlaffung oder Verdickung der Oberlider einher.

 

Wann spricht man von geschwollenen Augen?

 

Augenschwellungen entstehen durch Lymphstau in oder unter der Haut der Augen; auch Blutansammlungen können die Augen schwellen lassen. Grundsätzlich sollte man akute Augenschwellung von chronisch, langanhaltenden Schwellungen unterscheiden. Akute Augenschwellungen haben oft einfache Ursachen, die rasch behoben werden können. Eine akute Allergie z.B. sollte vom Allergologen behandelt werden, ein Fremdkörper oder eine Augenentzündung vom Augenarzt beseitigt werden.

 

Was sind die anatomischen Ursachen der Augenringe und Tränensäcke?

 

Der Behandler von Augenringen und Tränensäcken muss die Anatomie der Augenhöhle, der Augenlider und der Augenknochen verstehen. Die Knochen der Augenhöhle des Augenrandes und des Jochbeins werden im Jugendlichen Gesicht durch Haut, Fett und Blutgefäße kaschiert. Die Lidhaut ist mehr oder weniger fest rinnenförmig an den unteren, mittleren Rand der Augenhöhlenknochen angeheftet. Die haut um das Auge ist besonders dünn. Das übliche Unterhautfettgewebe fehlt oder ist sehr diskret vorhanden. Wegen der besonders geringen Menge von Schweißdrüsen und Taldrüsen ist die haut besonders durchsichtig. Blutgefäße und Lymphgefäße sind dagegen sehr reichlich ausgebildet. Ein zu viel oder zu wenig des Fettgewebes kann daher leicht zu Augenringen, Augenschwellung oder Tränensäcken führen. Erschlaffen, Absacken oder Verschwinden des Fettpolsters um den Augenringmuskel lassen tiefe Augenringe entstehen. Wenn Augen- oder Augenringmuskel erschlaffen, könne Bindegewebe und Fett aus Lidern und Augenhöhle vorquellen.

 

Welche Behandlungsmethoden stehen zur Verfügung?

 

Für Behandlung der Augen stehen eine Reihe von Behandlungsmethoden zur Verfügung.

Welche Behandlungsmethode in Frage kommt hängt vom Befund ab.

Folgende Methode stehen zur Verfügung:

  • Laser
  • Unterspritzung mit Botulinumtoxin
  • Lymphdrainage
  • Lichttherapie
  • Microneedling
  • Mestherapie
  • Behandlung mit Hyaluronsäure
  • Behandlung mit PRP- Eigenblut
  • Chemische Peelings

Hyaluronsäure ist eine wichtige Substanz der extrazellulären Matrix. So sorgt sie unter anderem für die Anreicherung der Haut mit Feuchtigkeit und spielt eine wichtige Rolle bei der Nährstoffversorgung und dem Schutz vor freien Radikalen.

Mehr als die Hälfte des gesamten Körperbestandes an Hyaluronsäure wird in der Haut gespeichert. Damit wird eine kontinuierliche Hydration der Haut sichergestellt. Konzentration und Funktionsfähigkeit der Hyaluronsäure nehmen aber mit zunehmendem Alter ab, daher ist eine Substitution besonders empfehlenswert, um trockene Haut besser mit Feuchtigkeit zu versorgen. Eine kurmäßige Anwendung verbessert die Hautelastizität signifikant, sie sieht glatter und ebenmäßiger aus.

 

Was kommt auf mich zu?  

Bevor eine Behandlung mit einer Methode erfolgt muss eine individuelle Aufklärung erfolgen. In diesem Gespräch muss besprochen werden, was man erwarten kann. Außerdem ist es wichtig das Verfahren zu besprechen und dessen mögliche Nebenwirkungen.

Für uns ist es wichtig eine realistische Erwartungshaltung zu schaffen, sowohl was die Effekte, Komplikationen, die Vorbehandlung und Missempfinden während und nach der Behandlung auftreten kann. Ein schriftlicher Aufklärungsbogen ist notwendig mit mindestens 24 Stunden „Bedenkzeit“.

Aufgrund der unterschiedlichen Ursachen empfehlen wir vor der Behandlung eine Blutuntersuchung durchzuführen.

Die Kosten werden nach dem individuellen Befund und nach dem zu verwendeten Material festgelegt.

 

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Praxis: 08171/389815

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Ihr Haut-Doktor im Derma Center

Dr. med. Angelika Rietz, Dermatologe und Allergologe

 

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